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Literaturhinweise
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Primärliteratur
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Seit 1988 erscheint beim Suhrkamp-Verlag die Frankfurter Ausgabe der
Werke Marcel Prousts. Der Herausgeber ist der Zürcher Romanist
Luzius Keller. Diese Ausgabe bietet nicht nur eine Übersetzung
auf der Grundlage der aktuellen Quellenforschungen, sondern auch
einen Kommentarteil. Eine Übersetzung der Briefe Prousts ist nicht
vorgesehen.
Werke I, Band 1: Freuden und Tage
Werke I, Band 2: Nachgeahmtes und Vermischtes
Werke I, Band 3: Essays, Chroniken und andere Schriften
Werke II, Band 1: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Unterwegs zu Swann
Werke II, Band 2: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Im Schatten junger Mädchenblüte
Werke II, Band 3: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Guermantes
Werke II, Band 4: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Sodom und Gomorrha
Werke II, Band 5: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Die Gefangene
Werke II, Band 6: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Die Flüchtige
Werke II, Band 7: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit: Die wiedergefundene Zeit
Werke III, Band 1 und 2: Jean Santeuil
Werke III, Band 3: Gegen Sainte-Beuve
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Cahier de Collages
Collagen zu Marcel Proust von Günter Becker.
Mit Textpassagen aus Marcel Prousts Recherche und Assoziationen
von Rita Zabelberg.
Herausgegeben von Rita Zabelberg. Köln 2003.
500 durchnumerierte Exemplare. Verkaufspreis 22 €.
Zu beziehen über collagen@zabelberg.org
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Proust's Recherche als Hörbuch
Seit März 1997 lasen
Bernt Hahn und Peter Lieck im Dialog den gesamten Roman in ungekürzter
Form in der Lengfeld'schen Buchhandlung in Köln. Gelesen wurde aus der von Luzius Keller herausgegebenen und
revidierten Frankfurter Ausgabe des Suhrkamp Verlags. Die Hörbücher sind über die
Lengfeld’sche Buchhandlung in Köln zu beziehen.
I „Combray“
Hrsg: Freunde
der Lengfeldschen e.V. / 2001
Ladenpreis: 102 €, 8 CD's
II „Eine Liebe Swanns“
Hrsg: Freunde
der Lengfeldschen e.V. / 2002
Ladenpreis: 102 €, 8 CD's
III „Namen und Orte:
Namen - Im Umkreis von Madame Swann“
Hrsg: Freunde
der Lengfeldschen e.V. / 2002
Ladenpreis: 128 €, 11 CD's
IV „Namen und Orte: Orte I“
Hrsg: Freunde
der Lengfeldschen e.V. / 2003
Ladenpreis: 92 €, 7 CD's
V „Namen und Orte: Orte II“
Hrsg: Freunde
der Lengfeldschen e.V. / 2004
Ladenpreis: 92 €, 7 CD's
VI „Guermantes“
Hrsg: Freunde
der Lengfeldschen e.V. / 2005
Ladenpreis: 128 €, 13 CD's
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Deutschsprachige oder in deutscher Übersetzung
vorliegende Sekundärliteratur in Auswahl
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Claude Mauriac: Marcel Proust. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten.
Reinbek (Rowohlt) 1958. (Eine kompakte und preiswerte Proust-Biographie
aus der Reihe “Rowohlts Bildmonographien”.)
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George D. Painter: Marcel Proust. Eine Biographie. 2 Bände, Frankfurt
am Main (Suhrkamp) 1962 und 1968. (Die Biographie Painters ist sehr
ausführlich und gilt als Klassiker.)
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Georges Poulet: Marcel Proust. Zeit und Raum. Frankfurt am Main (Suhrkamp)
1966. (Eine der wertvollsten Arbeiten über Proust wegen ihrer feinsinnigen
Beobachtungen und Thesen.)
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Das Proust-Album. Leben und Werk im Bild. Zusammengestellt und
erläutert von Pierre Clarac und André Ferré. Frankfurt am Main (Suhrkamp)
1975. (Ein liebevoll zusammengestellter Band mit vielen Photographien
und Dokumenten.)
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Céleste Albaret: Monsieur Proust. Aufgezeichnet von Georges Belmont.
München (dtv) 1978. (Prousts letzte Haushälterin erinnert
sich an ihr Zusammenleben mit dem Romancier von 1913 bis zu seinem
Tod. Das Buch, das Albaret erst im Alter von 80 Jahren mit Hilfe
Belmonts schrieb, ist eine schöne Quelle zu den letzten Lebensjahren
Prousts, in denen wesentliche Teile der Recherche entstanden.
Das Kapitel "Auf der Suche nach Romanfiguren" enthält
zudem wahrhaft luzide Ansichten.)
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Luzius Keller:
Proust lesen. Frankfurt am Main (Suhrkamp) 1991. (Gesamtdarstellung
des Werks Marcel Prousts von den Frühschriften bis zur
Recherche.)
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Philippe Michel-Thiriet: Das Marcel-Proust-Lexikon. Frankfurt am Main
(Suhrkamp) 1992. (Ein sehr umfangreiches Buch zum Lesen oder Nachschlagen
mit detaillierten Informationen.)
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Jean-Bernard Naudin u.a.: Zu Gast bei Marcel Proust. München (W. Heyne)
1992. (Das Buch gibt mehr als Kochrezepte, indem es mit opulenten
Bildern und einem durchaus feinsinnigen Text in die Welt des bon
goût von Marcel Proust einführt.)
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| Renate Wiggershaus:
Marcel Proust. Leben und Werk in Texten und Bildern. Frankfurt am
Main (Insel) 1992. (Reich bebilderte Biographie.) |
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| Gilles Deleuze:
Proust und die Zeichen, Berlin (Merve Verlag) 1993. (Mit seiner
Fähigkeit zur Abstraktion hat Deleuze mit dieser Schrift ganze
Generationen von Romanisten in seinen Bann gezogen.) |
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| Ulrike
Sprenger: Proust-ABC. Leipzig (Reclam) 1997. (Proust zum
Nachschlagen mit zeitgemäßen Texten für jüngere Liebhaber.)
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| Olof Lagercrantz:
Marcel Proust oder Vom Glück des Lesens. Aus dem Schwedischen
von Angelika Gundlach. Frankfurt am Main (Suhrkamp) 1997. (Eine
sehr gut geschriebene Einführung zu Prousts Recherche, von
einem Autor mit weit gespannter humanistischer Bildung.) |
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| Luzius
Keller: Proust im Engadin. Frankfurt am Main (Insel) 1998.
(Proust war im Engadin? Der Verfasser des schönen Buches ist
Herausgeber der Frankfurter Ausgabe der Werke Prousts und Professor
für Romanistik in Zürich. Ausgehend von einem Eintrag
Prousts im Gästebuch einer Berghütte entwirft Keller eine
Kulturgeschichte des mondänen Lebens in der Schweiz um die
Jahrhundertwende à la Thomas Manns Zauberberg.)
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| Nadine Beauthéac
und François-Xavier Bouchart: Auf den Spuren von Marcel
Proust. Normandie, Ile de France, Genfer See. Hildesheim (Gerstenberg)
1999. (Opulenter Bildband, der Lust aufs Lesen und Reisen macht.) |
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| Ronald
Hayman: Marcel Proust. Die Geschichte seines Lebens. Frankfurt
am Main (Suhrkamp) 2000. (Aktuelle und ausführliche, wenngleich
auch etwas leidenschaftslose Biographie.) |
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| Rainer
Warning: Proust-Studien. München (Wilhelm Fink Verlag)
2000. (Sammlung von Aufsätzen über Proust mit Schwerpunkt
auf der Recherche. Warning verfolgt den Gedanken als Hauptthese,
daß das Gelingen der Recherche im Scheitern ihrer ursprünglichen
Konzeption liege.) |
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| William
Howard Adams: Prousts Figuren und ihre Vorbilder. Mit Fotos
von Paul Nadar. Frankfurt am Main (Insel) 2000. (Fotos von Nadar
aus Prousts Sammlung werden hier nicht zum ersten Mal publiziert.
Wer schon immer wissen wollte, daß Albertine im bürgerlichen
Leben Chauffeur war und Alfred Agostinelli hieß, wird hier
fündig.) |
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| Brassaï:
Proust und die Liebe zur Photographie. Mit sechzehn Photographien
von Brassaï. Aus dem Französischen von Max Looser. Frankfurt
am Main (Suhrkamp) 2001. (Ein wunderschöner Band mit einem
subtilen Text zu fotografischen Personenportraits in Leben und Werk
von Marcel Proust.) |
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| Edmund White:
Proust. München (Claassen) 2001. (Aktuelle Biographie über
Proust, die gut geschrieben ist, sich aber sehr auf Prousts Homosexualität
versteift.) |
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| Rainer Moritz:
Mit Proust durch Paris. Frankfurt (Insel) 2004. (Der Verfasser begibt
sich - manchmal mit liebenswürdiger Ironie - auf die Spuren
des Parisien schlechthin.) |
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| Sonstiges |
| Univers
de Proust. Band LV/LVI der Zeitschrift Le Point. Souillac 1959.
(Begehrtes bibliophiles Sammelobjekt über Proust mit sehr schönen
Abbildungen autour de Proust.) |
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| Christian Pechenard:
Proust à Cabourg. Paris (Quai Voltaire) 1992. (Den ersten
Urlaub nach dem Tod seiner Eltern unternahm Proust 1907. Dort stieg
er im Grand-Hôtel ab, das kurz zuvor grundlegend modernisiert
worden war und nun zu den prächtigsten Herbergen Frankreichs
zählte. Bis 1914 kehrte Proust jedes Jahr nach Cabourg zurück,
unter anderem wegen des Chauffeurs Agostinelli...) |
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| Jean-Yves Tadié:
Marcel Proust. Biographie. Paris (nrf) 1996. (Tadié ist als
Herausgeber der neuen Pléiade-Ausgabe der Recherche
einer der besten Proust-Kenner. Diese sehr umfangreiche Biographie
(rund 1.000 Seiten) ist noch nicht ins Deutsche übersetzt,
aber mit ihrer intimen Kennerschaft von Leben und Werk Marcel Prousts
auf dem aktuellen Stand der Forschung als einzige uneingeschränkt
zu empfehlen.) |
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| Emmanuelle
Gallo: Les Roches Noires. Trouville-sur-Mer. Cabourg (Edition
Cahiers du Temps) 2000. (Ebenso problematisch wie eine Gleichsetzung
von Combray mit Illiers ist die von Balbec mit Cabourg. Wenn mit
Sicherheit auch Erinnerungen an Auteuil in die Erschaffung des imaginären
Ortes Combray eingeflossen sind, so gilt ein vergleichbarer Vorgang,
der mehrere reale Orte zu einem imaginären verschmilzt, auch
für Balbec. Das Roches Noires in Trouville, heute ein
Appartement-Haus, in dem auch Marguerite Duras eine Wohnung besessen
hat, war eines der mondänsten Hotels der Kanalküste der
Belle Epoque. Nicht nur das Grand-Hôtel in Cabourg wurde von
Proust bewohnt, sondern auch die Roches Noires, zusammen
mit seiner Mutter, zwischen 1893 und 1898. Emmanuelle Gallo, Architektin,
schreibt die Monographie eines Gebäudes, liefert aber auch
wertvolle Erkenntnisse für Proustianer, wenn sie die dünnen
Zwischenwände der Zimmer mit Aufmerksamkeit bedenkt, das von
der Côte-d'Azur im Juni eintreffende Personal oder die Hotelbesitzer
Überhaupt erschließt sich die Geographie von Balbec viel
schlüssiger, wenn man zu Cabourg noch Trouville mit seinen
Felsen und der Kirche von Criquebœuf in unmittelbarer Nachbarschaft
hinzudenkt.) |
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